
Sonntag | 15.03.2026 | 19 Uhr
€35 | 29 | 22
Liederabend
Konstantin Krimmel Bariton
Ammiel Bushakevitz Klavier
ÜBER DIE KÜNSTLER
Mit Konstantin Krimmel und Ammiel Bushakevitz begrüßen wir zwei herausragende Persönlichkeiten der internationalen Liedszene zu einem besonderen Liederabend. Der Bariton Konstantin Krimmel zählt zu den gefragtesten Sängern seiner Generation. Mit seiner warmen, wandlungsfähigen Stimme, großer Textdurchdringung und natürlicher Bühnenpräsenz begeistert er Publikum und Kritik gleichermaßen – ob im Konzertsaal, auf der Opernbühne oder bei renommierten Liedfestivals. An seiner Seite steht der Pianist Ammiel Bushakevitz, ein hochsensibler Liedbegleiter und profilierter Solist, der für seine stilistische Vielseitigkeit und tiefe Kenntnis des romantischen Repertoires geschätzt wird. Gemeinsam bilden sie ein kongeniales Duo, das den Liedgesang als lebendigen Dialog versteht.
Das Programm spannt einen weiten emotionalen und stilistischen Bogen: Robert Schumanns „Fünf Lieder“ op. 40, Ralph Vaughan Williams’ „Songs of Travel“, ausgewählte Lieder aus Eusebius Mandyczewskis „Rumänischen Liedern“ op. 7 sowie eine Auswahl von Johannes Brahms. Ein Abend voller Poesie, Innerlichkeit und erzählerischer Kraft – getragen von zwei Künstlern, die das Kunstlied mit großer Intensität und persönlicher Handschrift zum Leuchten bringen.
PROGRAMM
Robert Schumann
Fünf Lieder op. 40
Ralph Vaughan Williams
Songs of Travel
Eusebius Mandyczewski
Aus "Rumänische Lieder" op. 7
Johannes Brahms
Auswahl Lieder
REZENSION
Besondere Liedkunst
Krimmel & Bushakevitz in Wiesloch
Von Klaus Roß | Rhein-Neckar-Zeitung vom 18.03.2026
Wer heute nach herausragenden Liedduos Ausschau hält, kommt an Konstantin Krimmel und Ammiel Bushakevitz schwerlich vorbei. Der deutsch-rumänische Star-Bariton (*1993) und sein israelisch-südafrikanischer Klavierpartner (*1986) sorgten beim achten Saisonkonzert der Kunstfreunde Wiesloch im gut besuchten Palatin-Staufersaal für eine Begeisterung, wie man sie bei Liederabenden sehr selten findet. Da die beiden Musiker deutlich mehr Raritäten als Standardrepertoire boten, erschien dieser Erfolg umso bemerkenswerter.
Der gebürtige Ulmer Krimmel besitzt nicht nur eine der schönsten Stimmen seiner Generation, sondern ist auch dank seiner stupenden gestalterischen Perfektion und ebenso kraftvollen wie unaffektierten Bühnenpräsenz eine Klasse für sich. Entspannte Vortragsnatürlichkeit bar aller Selbstgefälligkeit, präzisestes Text- und Phrasierungsgefühl ohne jede Übertreibung, passionierte Werktreue bis ins kleinste Detail: Wer von diesem Ausnahmesänger nicht zum klassischen Kunstlied bekehrt wird, ist für die Gattung wohl eher verloren. Dass Krimmel mit Ammiel Bushakevitz einen der feinsinnigsten und klangsensibelsten Könner unter den Liedpianisten an seiner Seite hat, macht das Sänger- und Hörerglück vollkommen.
Welche Kostbarkeiten gerade im vernachlässigten englischen Liedrepertoire der Spätromantik zu entdecken sind, bezeugte exemplarisch Ralph Vaughan Williams‘ wunderbarer neunteiliger Stevenson-Zyklus „Songs of Travel“ von 1904. Krimmels unwiderstehliche Ausdruckswärme rührte besonders in lyrischen Glanzstücken wie „Youth and Love“, „In Dreams“ und „Wither Must I Wander“: Das haben selbst muttersprachliche Interpreten kaum inniger und idiomatischer gesungen. Fünf im rumänischen Original servierte Nummern aus den 1885 entstandenen Folklore-Liedbearbeitungen op. 7 des Brahms-Freundes Eusebius Mandyczewski erwiesen sich ebenfalls als ebenso eingängige wie stimmungsstarke Trouvaillen – obenan die besonders expressiven Schlusslieder „Mormantul (Das Grab)“ und „Omul singuratic (Der Einsame)“. Für Krimmel waren diese Juwelen hörbar eine echte Herzensangelegenheit.
Den Programmrahmen lieferten zwei deutsche Romantiker: Während Schumanns wenig bekannter Andersen-Zyklus op. 40 in „Der Soldat“ und „Der Spielmann“ auch intensive dramatische Farben beisteuerte, herrschte in der finalen Fünferkollektion mit Brahms-Highlights wie „Feldeinsamkeit“ oder „Die Mainacht“ schwärmerisch-sonore Emphase vom Allerfeinsten. Schumanns zugegebene Heine-Ballade „Belsazar“ op. 57 zeigte Konstantin Krimmel dann am Ende nochmals ganz in seinem erzählerischen, ja szenischen Element.

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ÜBER DIE KÜNSTLER
Mit Konstantin Krimmel und Ammiel Bushakevitz begrüßen wir zwei herausragende Persönlichkeiten der internationalen Liedszene zu einem besonderen Liederabend. Der Bariton Konstantin Krimmel zählt zu den gefragtesten Sängern seiner Generation. Mit seiner warmen, wandlungsfähigen Stimme, großer Textdurchdringung und natürlicher Bühnenpräsenz begeistert er Publikum und Kritik gleichermaßen – ob im Konzertsaal, auf der Opernbühne oder bei renommierten Liedfestivals. An seiner Seite steht der Pianist Ammiel Bushakevitz, ein hochsensibler Liedbegleiter und profilierter Solist, der für seine stilistische Vielseitigkeit und tiefe Kenntnis des romantischen Repertoires geschätzt wird. Gemeinsam bilden sie ein kongeniales Duo, das den Liedgesang als lebendigen Dialog versteht.
Das Programm spannt einen weiten emotionalen und stilistischen Bogen: Robert Schumanns „Fünf Lieder“ op. 40, Ralph Vaughan Williams’ „Songs of Travel“, ausgewählte Lieder aus Eusebius Mandyczewskis „Rumänischen Liedern“ op. 7 sowie eine Auswahl von Johannes Brahms. Ein Abend voller Poesie, Innerlichkeit und erzählerischer Kraft – getragen von zwei Künstlern, die das Kunstlied mit großer Intensität und persönlicher Handschrift zum Leuchten bringen.
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REZENSION
Besondere Liedkunst
Krimmel & Bushakevitz in Wiesloch
Von Klaus Roß | RNZ 18.03.26
Wer heute nach herausragenden Liedduos Ausschau hält, kommt an Konstantin Krimmel und Ammiel Bushakevitz schwerlich vorbei. Der deutsch-rumänische Star-Bariton (*1993) und sein israelisch-südafrikanischer Klavierpartner (*1986) sorgten beim achten Saisonkonzert der Kunstfreunde Wiesloch im gut besuchten Palatin-Staufersaal für eine Begeisterung, wie man sie bei Liederabenden sehr selten findet. Da die beiden Musiker deutlich mehr Raritäten als Standardrepertoire boten, erschien dieser Erfolg umso bemerkenswerter.
Der gebürtige Ulmer Krimmel besitzt nicht nur eine der schönsten Stimmen seiner Generation, sondern ist auch dank seiner stupenden gestalterischen Perfektion und ebenso kraftvollen wie unaffektierten Bühnenpräsenz eine Klasse für sich. Entspannte Vortragsnatürlichkeit bar aller Selbstgefälligkeit, präzisestes Text- und Phrasierungsgefühl ohne jede Übertreibung, passionierte Werktreue bis ins kleinste Detail: Wer von diesem Ausnahmesänger nicht zum klassischen Kunstlied bekehrt wird, ist für die Gattung wohl eher verloren. Dass Krimmel mit Ammiel Bushakevitz einen der feinsinnigsten und klangsensibelsten Könner unter den Liedpianisten an seiner Seite hat, macht das Sänger- und Hörerglück vollkommen.
Welche Kostbarkeiten gerade im vernachlässigten englischen Liedrepertoire der Spätromantik zu entdecken sind, bezeugte exemplarisch Ralph Vaughan Williams‘ wunderbarer neunteiliger Stevenson-Zyklus „Songs of Travel“ von 1904. Krimmels unwiderstehliche Ausdruckswärme rührte besonders in lyrischen Glanzstücken wie „Youth and Love“, „In Dreams“ und „Wither Must I Wander“: Das haben selbst muttersprachliche Interpreten kaum inniger und idiomatischer gesungen. Fünf im rumänischen Original servierte Nummern aus den 1885 entstandenen Folklore-Liedbearbeitungen op. 7 des Brahms-Freundes Eusebius Mandyczewski erwiesen sich ebenfalls als ebenso eingängige wie stimmungsstarke Trouvaillen – obenan die besonders expressiven Schlusslieder „Mormantul (Das Grab)“ und „Omul singuratic (Der Einsame)“. Für Krimmel waren diese Juwelen hörbar eine echte Herzensangelegenheit.
Den Programmrahmen lieferten zwei deutsche Romantiker: Während Schumanns wenig bekannter Andersen-Zyklus op. 40 in „Der Soldat“ und „Der Spielmann“ auch intensive dramatische Farben beisteuerte, herrschte in der finalen Fünferkollektion mit Brahms-Highlights wie „Feldeinsamkeit“ oder „Die Mainacht“ schwärmerisch-sonore Emphase vom Allerfeinsten. Schumanns zugegebene Heine-Ballade „Belsazar“ op. 57 zeigte Konstantin Krimmel dann am Ende nochmals ganz in seinem erzählerischen, ja szenischen Element.
